Palpitationen

Angst oder Stress lösen bei vielen Menschen unangenehmes Herzklopfen aus. Der Grund dafür liegt an steigenden Cortisol- und Adrenalinleveln. Dadurch wird der Vagusnerv stimuliert, und es kommt zum Herzklopfen, in der Fachsprache auch Palpitation genannt. Palpitation bedeutet, dass sich der Herzschlag in Intensität, Rhythmus oder Frequenz verändert.

Normalerweise nehmen wir unseren Herzschlag nicht wahr. Ist der Körper allerdings im Alarmzustand, konzentrieren wir uns häufig unwillkürlich auf unseren Körper, vor allem auch auf Herzschlag und Atmung.

Bei einer Panikattacke fühlen Betroffene oftmals ein regelrechtes Herzrasen. Im schlimmsten Fall verstärkt sich die Panik, denn Betroffene fürchten oft, dass das Herzrasen zum Herzstillstand beziehungsweise zu einem Herzinfarkt führen könnte.

Tatsächlich, so belegen Studien, erhöht sich der Herzschlag jedoch nur um etwa zehn bis zwanzig Schläge pro Minute. Durch den Alarmzustand des Körpers werden die Herzschläge lediglich stärker wahrgenommen. Die erreichte Herzfrequenz ist nicht höher als bei normaler sportlicher Betätigung. Oft hilft es bereits, sich deutlich zu machen, dass das Herz diese Frequenz leisten kann, also kein Grund zur Sorge besteht.

Palpitationen – Symptomatik und Ursachen

Auch Menschen, die unter Phobien leiden, reagieren oft mit Herzrasen, wenn sie mit dem Auslöser ihrer Ängste konfrontiert werden.

Von den psychischen Ursachen abzugrenzen sind ernsthafte körperliche Erkrankungen. Tritt Herzrasen auf, sollte ein Arzt konsultiert werden. Palpitationen können unter anderem auf eine Tachykardie, Herzrhythmusstörung, Tachyarrhytmie, Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankungen oder Myokarditis hinweisen.

Auch Krankheiten, die nicht unmittelbar mir dem Herz-Kreislauf-System zusammenhängen, äußern sich mitunter durch Palpitationen. So führen Drogen und Medikamente manchmal zu extra Herzschlägen. Auch bei einer Schilddrüsenüberfunktion, einer Hypoglykämie, einer Anämie und manchmal auch bei Migränen sind Palpitationen nicht selten. Das Klimakterium geht bei vielen Frauen mit unangenehmen Begleiterscheinungen einher, auch hier können Palpitationen auftreten.

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